TINCON 2017: Meine zwei Lehren

Der Carlsen Verlag hat auf der Teenager-Convention TINCON 2017 einen Workshop zum Thema Interaktives Erzählen veranstaltet. Und ich durfte etwas unterstützen. (Böse Zungen behaupten, ich beschränkte mich darauf, hübsch auszusehen und Smartphones zu signieren. Aber das ist natürlich erlogen und erstunken.)

Hier meine zwei Lehren: 1. Wenn du willst, dass viele Jugendliche deinen Kurs besuchen, solltest du nicht nach 14 Uhr beginnen. Vor allem nicht an einem Freitag, der irgendwelche Ferien einläutet. Drängelten sich am Vormittag noch 1.500 junge Menschen durch die Korridore und Hallen der einstigen Maschinenfabrik Kampnagel, war es pünktlich zu unserem Workshop wie ausgestorben. Ein paar Erzählwütige fanden aber dann doch den Weg zu uns, und wir konnten loslegen. Was mich zum nächsten Punkt bringt.

2. Lass sie einfach machen. Das Carlsen-Team hatte von Anfang an den Schwerpunkt auf Praxis gelegt. Und das war gut. Kaum hatten wir den Teilnehmern TWINE gezeigt, was zu meiner Überraschung keiner von ihnen kannte, legten sie auch schon los. Das war für mich schon reichlich faszinierend, gehöre ich doch eher zu denen, die gehemmt sind, wenn sie sich beobachtet fühlen. Nicht die Jugendlichen. Sie schrieben, kommentierten, lachten (über sich selbst), reflektierten und schrieben weiter. Großartig!

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